Stratford-upon-Avon, Warwick und Baddesley Clinton

Beim reichhaltigen Frühstück mit Bacon, Spiegelei, gebratenen Pilzen und einer überbackenen Tomate schmiedeten wir Pläne für den Tag. Ein Bummel durch Shakespeares Geburtsstadt Stratford war gesetzt, meine restliche Planung verwarfen wir. Ich hatte für den Nachmittag eine Rundtour durch das Val of Evesham, entlang des Fluss Severn vorbei an Obstplantagen, vorgesehen und einen Besuch des alten Kurorts Cheltenham. Doch das hätte bedeutet, dass wir überwiegend im Auto gesessen hätten. Stattdessen nahmen wir uns einen Rundgang durch das Städtchen Warwick vor, das nur 12 km von Stratford entfernt liegt.

Ich hatte Stratford-upon-Avon vor rund 30 Jahren als Schülerin besucht. Jetzt enttäuschte es mich etwas. Vielleicht hat sich der Ort sehr verändert oder ich habe ihn in meiner Erinnerung romantisiert. In den breiten Fußgängerzonen überwogen Billig-Ketten. Die historischen Stätten dazwischen wirkten fast ein wenig verloren.

Als wir ankamen, bevölkerten noch nicht sehr viele Touristen die Stadt. Reiseführer warnen davor, das 24.000 Einwohner zählende Städtchen während der Hochsaison aufzusuchen und auch unser „Herbergsvater“ hatte geraten, möglichst frühzeitig dorthin aufzubrechen. Wir waren überrascht, dass um zehn Uhr morgens noch nicht so viel Trubel herrschte, wie vorausgesagt. Die Museen – das Geburtshaus von Shakespeare und weitere mit dem Dichter mittelbar oder unmittelbar in Verbindung zu bringende Attraktionen – öffneten bereits um neun Uhr.

Vor dem „Shakespeare Center“, dem um einen klotzigen Neubau erweiterten Geburtshaus, sammelte sich lediglich eine Reisegruppe mit Japanern, ansonsten waren keine nennenswerten Touristenströme in Sicht. Auch einen Parkplatz hatten wir relativ einfach gefunden.

IMG_0820

„Shakespeares Birthplace“, das langgezogene Fachwerkhaus in der Henley Street, sind eigentlich zwei Häuser. In einem wohnte die Familie, in dem anderen hatte Shakespeares Vater John sein Handschuh-Geschäft und seine Werkstatt. John war ein angesehener Bürger der Stadt, die damals etwa 800 Einwohner zählte.

Wir liefen die vom Reiseführer ausgewiesenen Stätten ab, wozu auch Harvard House gehört. Es wurde 1596 von Thomas Rogers erbaut. Rogers war ein erfolgreicher Metzger, Mais- und Viehhändler und diente neben John Shakespeare der Stratford Corporation als Alderman. 1607 wurde sein Enkel John Harvard geboren, mit dessen Vermögen später die berühmte amerikanische Elite-Universität begründet werden sollte.

Der wohlhabende Geistliche war mit seiner Frau Anne nach Massachusetts ausgewandert. Als er 1638 an Tuberkulose starb, vermachte er sein Vermögen einem Fonds zur Gründung einer neuen Hochschule, zusammen mit seiner über 230 Bücher zählenden Bibliothek. In Anerkennung seiner Großzügigkeit benannte sich Newetowne, der Ort, in dem er lebte, um und zwar nach der Stadt in England, in der John studiert hatte: Cambridge. Die Hochschule erhielt seinen Nachnamen. Einige Jahre später konnte mit dem Vermächtnis von Lady Mowlson Radcliffe ein Stipendienfond für bedürftige Studenten eingerichtet werden. Harvard College und Radcliffe College gehören zu den ältesten Colleges in den USA. Die Universität war zunächst streng religiös ausrichtet. Weitere Lehrangebote entwickelten sich erst 100 Jahre später.

1909 kaufte der Amerikaner Edward Morris das Haus von Johns Großvater in Stratford-upon-Avon. Nach seiner Restaurierung wurde es der Harvard University übergeben und ist seither als „Harvard House“ bekannt. Die Verwaltung der Immobilie hat Shakespeares Birthplace Trust übernommen. Für die Öffentlichkeit ist sie nur zu besonderen Anlässen zugänglich.

Dass Hall´s Croft und Nash´s House ebenfalls zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten gezählt wurden, ließ uns schmunzeln: das erste war das Haus von Shakespeares Schwester Suzanna und deren Mann John Hall, das zweite gehörte dem Ehemann von Shakespeares Enkelin. Wurde hier alles zur Sehenswürdigkeit stilisiert, das irgendwie mit Shakespeare in Verbindung zu bringen war? Sicherlich, es handelte sich um historische Häuser, doch meinten wir auf einen regelrechten Shakespeare-Kult zu treffen, der ein wenig enervierend war.

In Hall´s Croft kann man eine Ausstellung über die Medizin im 17. Jahrhundert sehen. John Hall war ein bekannter Arzt. Nach seinem Tode erschien ein Buch über seine Behandlungsmethoden, das viele Jahre lang anderen Ärzten als Lehrbuch diente. Während seine Kollegen auf Astronomie und Aderlass schworen, behandelte Hall seine Patienten mit Heilpflanzen und Edelsteinen.

Nash´s House ist nach dem ersten Ehemann von Shakespeares Enkelin Thomas Nash benannt. Direkt daneben befindet sich New Place, ein Ausstellungszentrum, das sich auf dem Fundament des Stadthauses befindet, in dem Shakespeare seinen Ruhestand verbrachte. In dem repräsentativen Haus aus dem Jahre 1483 soll der Dichter einige seiner späten Werke geschrieben haben, darunter „The Tempest“. Zu Shakespeares Zeiten war New Place das zweitgrößte Haus in Stratford. Einer der späteren Besitzer riss es 1759 ab, angeblich, weil er sich von dem ständigen Strom von Shakespeare-Verehrern gestört fühlte.

Mit dem erst im vergangenen Jahr neu eröffneten Zentrum will der Shakespeares Birthplace Trust den Geist des Dichters für die Besucher zum Leben erwecken: die Werke zeitgenössischer Künstler, verschiedene Ausstellungsstücke und die Rekonstruktion des Gartens sollen dabei helfen, sich in die Zeit zu versetzen und sich Shakespeare ganz nahe zu fühlen.

Aus Sicht der Tourismusförderung ist der Kult, der um den Dichter betrieben wird, verständlich: Schon seit dem18. Jahrhundert, als ein Schauspieler auf die Idee kam, in Stratford ein Shakespeare-Festival ins Leben zu rufen, strömen die Besucher in die kleine Stadt am Avon. Heute ist der Tourismus die größte Einnahmequelle. Jährlich kommen zwei Millionen Besucher, um dem wohl berühmtesten Engländer ihre Reverenz zu erweisen.

Die Eintrittspreise sind happig: Das Geburtshaus lässt sich nur besichtigen, wenn man einen „House Pass“ für 26 Pfund kauft. Mit ihm kann man weitere in der Stadt verteilte Sehenswürdigkeiten besuchen. Vorab im Internet erworben, lässt sich eine Preisreduktion erzielen: Das Britische Fremdenverkehrsamt bietet einen Pass an, der den Besuch des Geburtshauses und zweier weiterer Häuser erlaubt. Für 21 Euro kann man so auch ein Blick in Anne Hathaway’s Cottage und Mary Arden’s Farm außerhalb von Stratford werfen. Anne Hathaway´s Cottage ist das Geburtshaus von Shakespeares Frau, Mary Arden´s Farm der Bauernhof, auf dem die Mutter des Dichters aufwuchs.

Hat Shakespeare wirklich gelebt? Zweifel daran gibt es schon lange. Fast 4.000 Personen haben die „Declaration of Reasonable Doubt“ unterzeichnet, die die „Shakespeare Authorship Coalition“, eine in Kalifornien ansässige Vereinigung, ins Internet gestellt hat. Die Wissenschaftler sind nicht allein. Auch Mark Twain und Sigmund Freud, Charlie Chaplin und Henry James waren sich sicher, dass es sich bei „William Shakespeare“ um ein Pseudonym handelte, hinter dem möglicherweise sogar ein ganzes Kollektiv von Autoren steckte.

Tatsächlich bleibt vieles in Shakespeares Leben vage, so sehr sich Stratford-on-Avon auch müht, jedes Steinchen zu bewahren, das eine Verbindung zu dem berühmten Sohn der Stadt aufweisen könnte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat sich anlässlich des 450. Geburtstages des Dichters in einem lesenswerten Artikel mit diesen Zweifeln beschäftigt.

Wer sich lieber auf Shakespeares Werke konzentriert, dem sei die Royal Shakespeare Company empfohlen. Das Theater hat einen ausgezeichneten Ruf, der Besuch einer Vorstellung ist in jedem Fall ein Erlebnis.

Während eines Ferienaufenthaltes vor vielen Jahren hatte meine Gastmutter Karten für eine Aufführung von „Romeo und Julia“ organisiert. Sie legte Wert darauf, dass ihre beiden Mädchen und ich uns mit dem Werk des berühmten Dichters auseinandersetzen. Dass sie Romeo und Julia wählte, war eine kluge Entscheidung. Weil uns Pubertierende die Handlung interessierte, waren wir bereit, uns auf die Sprache einzulassen. Auch für Muttersprachler ist das nicht ganz einfach. Doch die Schauspieler wissen zu fesseln und auch die Atmosphäre in dem eigens für die Aufführungen von Shakespeare-Stücken in den 1930er Jahren errichteten Theater ist eine ganz besondere. Umso bedauerlicher, dass es gut 30 Jahre später just an dem Tag, an dem wir in Stratford waren, keine Vorstellung gab.

Sehr gut gefallen hat uns ein kleiner Spaziergang am Avon entlang, dem Fluss, an dem Stratford liegt. Malerische Ausflugs- und Ruderboote und gepflegte englische Rasenflächen bis hinunter ans Wasser machten das ganze zu einem Augenschmaus.

Auch das Hafenbecken mit der Schleusenanlage war sehr schön. Sie verbindet den Avon mit dem Birmingham-Stratford-Kanal. Die rund 40 km wurden zwischen 1793 und 1816 erbaut. Bis zur Verbreitung der Eisenbahn diente die Wasserstraße vor allem dem Handel. Danach geriet sie weitgehend in Vergessenheit. 1956 gründeten Freiwillige die Stratford upon Avon Canal Society, um den Kanal zwischen Lapworth und Stratford wieder schiffbar zu machen. 1964 eröffnete die Königin Mutter den Abschnitt an der Schleuse in Stratford, eine von insgesamt 56 Schleusen. Später kam die Strecke bis nach Kings Norton hinzu. Heute nutzen vor allem Freizeitkapitäne und Angler den Kanal. An seinen Ufern sind Radfahrer und Wanderer unterwegs.

Nach kaum zwei Stunden verließen wir Stratford wieder und fuhren weiter nach Warwick. William hatte den Besuch des Städtchens beim Frühstück empfohlen.

Zur Besichtigung der imposanten Burg riet er eher verhalten. Sie wird von der Firma Madame Tussaud – dem berühmten Wachsfigurenkabinett in London – geführt. Sie hat Warwick Castle in einen mittelalterlichen Themenpark verwandelt mit entsprechend hohen Eintrittsgeldern. Wir nahmen Abstand von einem Besuch und ließen uns stattdessen von einer überaus freundlichen Dame in der Tourismuszentrale Punkte empfehlen, von denen man die Burg gut sehen und photographieren konnte.

IMG_0859

1086 errichtet, diente das Bauwerk als Bollwerk gegen dänische Invasoren. Der letzte Besitzer zog 1978 aus. Seither wird es landesweit als „größtes mittelalterliches Erlebnis“ vermarktet und zieht vor allem Familien mit Kindern an. Angesichts der hohen Kosten, die für den Erhalt eines solchen Gebäudes anfallen, sicherlich nicht die schlechteste Lösung.

IMG_0868

Im Städtchen Warwick gab es neben ein paar alten Stadttoren auch ein Gildehaus aus dem späten 14. Jahrhundert zu sehen, in dem der Earl of Leicester 1571 ein Heim für alte Soldaten einrichtete. Bis heute soll das sogenannte Lord Leicester Hospital, das trotz des Namens nichts mit einer medizinischen Einrichtung zu tun hat, diesem Zweck dienen.

Nach einer Pause vor der 1670 gebauten Markthalle, wo wir eine ganze Weile die Sonnenstrahlen genossen, entschieden wir uns, den Nachmittag dem 12 km entfernten Baddesley Clinton, einem Herrensitz des späten Mittelalters, zu widmen. Es gibt in der näheren und weiteren Umgebung eine beträchtliche Anzahl von Sehenswürdigkeiten, neben anderen Schlössern und Landsitzen auch die Stadt Coventry, die durch die Bombardierung im November 1940 traurige Berühmtheit erlangte als die deutsche Wehrmacht sie in Schutt und Asche legte. Auch Royal Leamington Spa, ein weiterer Kurort aus viktorianischer Zeit, wäre sicherlich auch einen Besuch wert gewesen.

Baddesley Clinton erreicht man über eine schmale, von Bäumen gesäumte Straße. Vom Eingangstor wand sie sich einen guten Kilometer durch Wiesen, auf denen Schafe grasten. Nach dem anstrengenden Tag im Auto und den vielen Eindrücken, die in den ersten Tagen bereits auf uns eingeprasselt waren, war diese ländliche Idylle eine regelrechte Wohltat.

Da das Anwesen zum National Trust gehört, hatten wir freien Eintritt. Das mit einem Wassergraben umgebene Haus wurde Anfang der 1400er Jahre erbaut und seit 1699 kaum verändert. Zwölf Generationen lang wurde es vom Vater an den Sohn weitergeben, auch in schwierigen Zeiten.

Am Eingang begrüßte uns wieder ein rüstiger Rentner aus dem schier unendlichen „Freiwillingen-Korps“ des National Trust. Er nahm sich Zeit, erläuterte jedem Gast ausführlich anhand des ausgehändigten Plans die Örtlichkeiten und machte das eine oder andere Spässchen. „Willkommen“, sagte der Mann als wir an der Reihe waren. Auf unserem National Trust-Pass war unsere Nationalität vermerkt. Wir waren überrascht, dass er Deutsch sprach, er musste jedoch einräumen, dass die Begrüßung bereits sein ganzer deutscher Sprachschatz war. Er habe Glück, dass ich ihn nicht mit einem Wortschwall Deutsch geantwortet hätte, scherzte ich. Er bedauerte die Faulheit der Engländer, was das Erlernen von Fremdsprachen angehe. Wir würden auch bloß vorgeben, Englisch zu beherrschen, trösteten wir den Mann, worauf er, höflich wie er war, unser Englisch lobte. Es sei harte Arbeit gewesen versicherten wir ihm.

IMG_1384

Seinen Namen hat Baddesley Clinton von dem Angelsachsen Baeddi, der das Grundstück im Wald von Arden rodete und der Familie Clinton, die im 13. Jahrhundert den Wassergraben aushob. 1438 kaufte es der Anwalt John Brome, der dort einen Teil des Anwesens aus Sandstein erbaute. Über seine Enkelin gelangte das Haus in den Besitz der Familie Ferrer. Ein Großteil des Herrenhauses wurde 1526 von Edward Ferrer erbaut. Sein Nachfolger Henry Ferrer errichtete zwischen 1564 und 1633 den großen Saal und den Garten. Auch ein Teil der Glasfenster stammt aus dieser Zeit.

Henry vermietete 1590 das Haus an zwei katholische Nonnen. Die Familie war auch in schwierigen Zeiten stets dem katholischen Glauben treu geblieben. Damals drohte dem protestantischen England eine Invasion der papsttreuen Spanier. Die katholische Kirche galt als subversiv, Jesuiten wurden mit dem Tode bestraft. Die Ferrers nahmen Priester auf und riskierten damit ihr Leben.

Die Guides des National Trust zeigten uns das Versteck, das sich im Toilettenschacht befindet. Es war möglich, an einem Seil aus dem ersten Stock in den stillgelegten Schacht zu gelangen, in dem etwa zwölf Geistliche Platz fanden. Das Versteck soll von einem Laienbruder gebaut und mindestens ein Mal genutzt worden sein. Während die Schutzsuchenden überlebten, wurde der Erbauer an einem anderen Ort von der Regierung gefangengenommen und zu Tode gefoltert.

Ein Blutfleck vor dem Kamin der Bibliothek wurde lange Zeit mit dem Mord an einem Priester verbunden. Historisch habe sich diese Geschichte aber als falsch erwiesen, erläuterte uns ein gesprächiger älterer Herr, der die Bibliothek beaufsichtigte. Dieser Teil des Hauses sei erst nach dem Mord errichtet worden. Jemand habe sich wohl einen Spaß erlaubt und vor dem Kamin Tierblut verschüttet, um die Hausherrin zu erschrecken.

Es sind dieses unglaubliche Detailwissen der Freiwilligen und ihr leichter und humorvolle Umgang mit der Geschichte, die beim Besuch der vom National Trust verwalteten Anwesen immer wieder Freude machen.

Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts erschwerten Geldsorgen den Unterhalt von Baddesley Clinton. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die Lage. Marmion Ferrer heiratete Rebecca Orpen. Deren Tante Lady Georgina Chatterton und ihr zweiter Ehemann Edward Dering zogen auf das Anwesen. Alle vier widmeten sich der Wiederherstellung des Hauses. Lady Chatterton war eine erfolgreiche Autorin. Schon 1837 hatte sie anonym zwei Märchenbände veröffentlicht. Die erste Auflage ihrer „Rambles in the South of Ireland“, ein Reisebericht über Irland, war nach wenigen Wochen ausverkauft. Es folgten weitere Reiseberichte, Romane, Geschichten und Gedichte. Chatterton starb 1876 auf Baddesley Clinton im Alter von 69 Jahren.

1940 wurde das Haus von einem entfernten Cousin erworben. Thomas Walker und seine Frau Undine restaurierten es mit der Absicht, es dem National Trust zu übergeben. Ihrem Sohn Thomas Ferrer-Walker, der bis 1970 dort lebte, gelang es schließlich, die für die Fertigstellung fehlenden Mittel aufzubringen. Seit 1980 ist Baddesley Clinton im Besitz des National Trust, zwei Jahre später wurde es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Eine ganze Weile verbrachten wir im Museumscafé in der Sonne, wanderten durch den liebevoll gepflegten Gemüse- und Blumengarten und freuten uns über das überraschend gute Wetter. Eigentlich waren Schauer angesagt. Die blieben glücklicherweise aus und mit 19 Grad war es recht angenehm. Bei 28 Grad im Schatten wäre unser Besuchsprogramm kaum so leicht zu bewältigen gewesen.

Wie auf vielen anderen Anwesen konnte man auch hier im museumseigenen Shop Pflanzen für den heimischen Garten kaufen. Eine schöne Idee, die die sehr geschmackvolle Auswahl an Büchern und Souvenirs angenehm ergänzte.

Abends entschieden wir uns für ein Essen in einem Pub, das William uns ebenfalls empfohlen hatte, montags war es allerdings geschlossen gewesen. Heute sollte es eine Chance bekommen. Die Fuzzy Duck – die fusselige Ente – ist ein Pub der jüngeren Generation. Es ist nicht in dunklem Holz gehalten, sondern hat eine Einrichtung in hellen Farben und mutet vom Stil her eher skandinavisch an. Die Anordnung ist aber ähnlich: eine Bar mit Zapfhähnen und darum herum gruppiert einige Holztische und Stühle.

Die Karte ist ebenfalls etwas jünger und spritziger: Wir entschieden uns für panierten Kabeljau mit Pommes Frites, die typisch englischen Fish and Chips. Dazu bestellte ich wieder einen Cider. Als die freundliche ukrainische Kellnerin mir eine Auswahl nannte, bat ich um eine leichte, fruchtige Variante. Was dann passierte, darüber amüsierten wir uns den ganzen Abend: sie brachte eine Flasche Cider, der mit Mango und Himbeeren aromatisiert war. Das seltsame Getränk, das so schlecht nicht schmeckte, war ein schwedisches Erzeugnis!

Den ruhigeren aber dennoch erlebnisreichen Tag ließen wir gemütlich ausklingen und bereiteten uns gedanklich auf die Weiterfahrt vorbei an Birmingham Richtung Norden vor.

3 Gedanken zu “Stratford-upon-Avon, Warwick und Baddesley Clinton

  1. Ulrike Wittenborn 8. September 2017 / 21:27

    Wie immer ein Leseschmaus
    Ich mag gar nicht dran denken, dass die Reise mal aufhört 🙂
    Ich hänge Dir an den Zeilen und Bildern!

    Gefällt mir

    • vierzehntage 10. September 2017 / 12:49

      Liebe Ulrike,

      wie schön, wie schön, dass es Dir weiterhin gefällt. Und keine Sorge, es liegen noch etliche Reisetage vor uns. Dein erneutes Lob motiviert natürlich, weiterzumachen. Ich bleibe dran…

      Liebe Grüße

      Christina

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s